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„Altes Forstamt Jugenheim“ – Ja, für erweiterte soziale Nutzungen!

Veröffentlicht am 14.11.2020 in Presse

Altes Forstamt Jugenheim

Die SPD-Fraktion hat Ende Oktober auf Einladung der Stiftung Altes Forstamt Jugenheim eine ausführliche Begehung der Gebäude und des gesamten Grundstücks vorgenommen. Bei der Gelegenheit stellten Vertreter der Stiftung Pläne für erweiterte Nutzungen vor. Die Stiftung plant demnach den Ausbau des bisher ungenutzten Dachgeschosses, um dort altengerechte Wohnungen zu realisieren. Außerdem ist ein Neubau ebenfalls mit altengerechten Wohnungen und KiTa-Plätzen geplant. Nach ausführlicher Behandlung in der Fraktion begrüßt die SPD die Pläne grundsätzlich.

Der Vorsitzende Wolfgang Weber: „Wir haben großen Bedarf an KiTa-Plätzen und an Senioren-Wohnungen. Wenn die Stiftung anbietet, solche in zentraler Lage auf eigenem Grundstück und zu eigenen Kosten zu realisieren, begrüßen wir das. Es ist aber das WIE zu klären. 

Also wie die Nutzungen baulich realisiert werden sollen“.  Das von der Stiftung vorgeschlagene Baufenster nahe am Forstamt und abgesetzt von der Mauer findet die SPD nicht optimal. Weber: „Wir könnten uns ein Baufenster weiter westlich und direkt an der Mauer besser vorstellen. Ein weiterer Punkt: durch den Neubau geht klar Gartenfläche verloren. Als Ausgleich dafür wäre eine Gartenerweiterung im südlichen Bereich wünschenswert und aus unserer Sicht möglich.“  

Die SPD-Fraktion steht auch weiteren sozialen und öffentlichen Nutzungen grundsätzlich positiv gegenüber. Der Ausbau des bisher ungenutzten doppelten Dachgeschosses, eine sinnvolle Nutzung des großen Gewölbekellers und des sogenannten Kutscherhauses sind im Sinne des Gesamt-Ensembles wünschenswert. Weber: „Klar muss der Denkmalschutz mitsprechen und von Anfang an mit einbezogen werden. Aber ein grundsätzliches NEIN, ist für uns nicht akzeptabel.“ Nach SPD-Auffassung gehört besonders in denkmalgeschützte Häuser und Anwesen eine zweckmäßige Nutzung und modernes Leben. Weber: „Da ist Phantasie gefordert und es sind gute Kompromisse zwischen Schutz, Nutzung und Bautechnik zu finden. Aber Nixtun oder nur eine „tote“ Museumsnutzung für solche Objekte sehen wir als den falschen Weg.“ 

Der SPD-Fraktionsvorsitzende weißt in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Stiftung seinerzeit verhindert hat, dass das Alte Forstamt vom Land Hessen an einen x-beliebigen privaten Investor veräußert worden ist. Wie sich Haus und Grundstück als Investoren-Projekt entwickelt hätten, ist sicher Spekulation. Aber für die SPD ist klar, dass es die derzeitigen sozialen Nutzungen jetzt so nicht geben würde, sondern eher teure Luxus-Wohnungen, Büros oder Praxen. Daher ist der SPD wichtig, dass die Stiftung mit ihren sozialen Zielen weiterhin Bestand hat und nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät.   

Von der zwischenzeitlich veröffentlichten teils sehr harschen Kritik derzeitiger Mieter und Nutzer an den Ausbauplänen, ist die SPD sehr überrascht und betroffen. Weber: „Die Stiftungsvertreter haben uns glaubhaft versichert, an den bestehenden Nutzungen festzuhalten und die Mietverhältnisse dauerhaft halten zu wollen. Wenn jetzt massive Kritik kommt, sind aus meiner Sicht dringende Gespräche erforderlich.“ Die SPD befürwortet, dass die Differenzen zwischen Stiftung und Mieter ausgeräumt werden sollten, bevor die Stiftung bezüglich der Änderung des Bebauungsplanes an die Gemeinde herantritt.      

 

SPD-Fraktion Pressemeldung vom 23.09.2020

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