„Gute Zukunft für Sport- und Kulturhalle Seeheim“

Veröffentlicht am 01.11.2019 in Lokalpolitik

Zum Beschluss der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim, die Sport- und Kulturhalle mit erweiterten Raumangebot neu zu bauen, zeigt der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Weber den bisherigen Werdegang und die Zielsetzungen der SPD auf.
„Mit dem aktuellen Beschluss soll eine Diskussion beendet werden, die vor vielen Jahren begann und zugleich ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht werden,“ so Weber. Die Sport- und Kulturhalle und das Umfeld sollen neu gebaut und gestaltet und so zu einem Rathausforum entwickelt werden.

Erste Ideen dazu liegen weit mehr als 20 Jahre zurück. Konkret wurden erste Weichen im November 2010 mit einer Konzeptstudie gelegt. Ausgangspunkt waren Überlegungen, die an verschiedenen Orten bestehenden Nutzungen auf einem Rathaus-Forum zusammenzuführen. Betrachtet wurden damals Räume und Nutzungen im historischen Rathaus Seeheim mit Scheune, Haus Hufnagel, Verwaltung am Georg-Kaiser-Platz, die Gemeinderäume im Schloss Seeheim und das Rathaus und die Sport- und Kulturhalle selbst. Das Konzept beinhaltete 4 Varianten und hatte aus Sicht der SPD „Hand und Fuß“, wurde aber leider im Rathaus unter dem damaligen Bürgermeister Kühn nicht aktiv weiterverfolgt und entwickelt.

Im November 2016 gab es dann eine weitere Studie mit 3 verschiedenen Varianten. Das ging von Minimal- bis zur Maximallösung. Bevor die Diskussion darüber geführt werden konnte, wurde die Halle am 5. Dezember 2016 wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen. Das Dach war undicht und drohte partiell einzubrechen. Der Schock über die jetzt erkannten Versäumnisse saß tief. Akuter Handlungsbedarf war plötzlich da. Aber erst zwei Jahre später, im Jahre 2018, konnte nach langen Diskussionen in der Gemeindevertretung mehrheitlich mit CDU- und SPD-Stimmen ein Neubau gemäß „Mittellösung light“ beschlossen werden. - Die Grünen wollten lediglich eine Sanierung des Bestands und die FDP forderte eine neue Lösung an einem neuen Standort – ohne den zu benennen. Für die SPD waren das keine echten Alternativen.

Mitten in den nun endlich anlaufenden Realisierungsprozess platzten Mitte 2019 Forderungen und Vorstellungen der Sparkasse zum Gebäude am Georg-Kaiser-Platz. Das Thema ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht ausdiskutiert, aber eines ist sicher: für die Gemeinde wird es künftig wesentlich teurer – die Miete soll steigen und die Gemeinde soll sich an Renovierungen finanziell beteiligen. Außerdem hat die Sparkasse Interesse am Kauf des Gemeindgrundstücks, das bisher im Erbbaurecht vergeben ist.

Ein zweiter Punkt: Plötzlicher Schimmelbefall in allen Archiv-Räumen! – Das erstaunt die SPD eigentlich nicht, denn Räume wie im Untergeschoss Schloss Seeheim, im Rathauskeller und im Jugenheimer Schwimmbad können keine guten Archivräume sein. Und drei verschiedene Standorte für ein Gemeindearchiv können erst recht nicht ideal sein. Aber die Situation ist da und es muss zwingend eine Lösung her.

Vor diesem Hintergrund entschließt sich die SPD-Fraktion nach ausgiebiger Diskussion dafür, das bisherige Raumprogramm aufzubohren und Archiv-Räume und Büro-Räume zusätzlich im Neubau der Sport- und Kulturhalle zu realisieren. Einfach gesprochen: es soll eine weitere Etage eingeschoben werden! Aus Sicht der SPD bringt diese Lösung langfristige Klarheit bezüglich der Finanzen und den größten Nutzen für die Gemeinde. Denn zukünftig sind alle relevanten Räume direkt am Rathaus und zudem alle im Eigentum der Gemeinde.

Die innere und äußere Gestaltung der Sport- und Kulturhalle wird im laufenden Verfahren entwickelt. Bisher liegen lediglich die Anforderungen an die Raumarten und -größen vor. Aus Sicht der SPD wäre es zu begrüßen, wenn es im Ergebnis eine bauliche Verbindung zwischen dem Rathaus und der neuen Sport- und Kulturhalle gäbe, damit Mitarbeiter und Unterlagen wetterunabhängig von Büro zu Büro „wandern“ können. Dies wurde bereits vor 30 Jahren mit dem Kauf des Grundstücks zwischen Rathaus und Sport- und Kulturhalle anvisiert.

Aber nicht nur die Nutzung und Zukunftsperspektiven dieser „großen Lösung“ sind besser. Wird ein möglicher Verkauf des Grundstücks Georg-Kaiser-Platz an die Sparkasse mit einbezogen, stellt sich die Finanzierung der „großen Lösung“ im Vergleich zur „Mittellösung light“ sogar noch wesentlich günstiger da.

Mit einen Zusatzbeschluss stellte die Gemeindevertretung sicher, dass ein „Runder Tisch“ u.a. mit jeweils 2 Fraktionsvertretern an den weiteren Realisierungsschritten zu beteiligen ist. Außerdem wurden als obere Kostengrenze 17 MioEuro festgesetzt.

Wolfgang Weber: „Mit diesem Beschluss liegt der Ball jetzt im Rathaus. Wir hoffen, der Bürgermeister und sein Team sind sich der Verantwortung bewusst und arbeiten jetzt auf Basis der Beschlüsse los. Ebenso erwarten wir gute Verhandlungsergebnisse mit der Sparkasse. Alle Seeheim-Jugenheimer warten auf die neue Halle. Und wir erwarten alsbald einen Zeitplan bis hin zur Fertigstellung.“

 

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