Stein- und Schotterwüsten umwandeln in Grün-Oasen

Anträge

Eine Anfrage der SPD vom 12.04.2019 an den Gemeindevorstand

In der jüngsten Zeit ist der Trend zum Umwandeln von öffentlichen Grünanlagen und die Umgestaltung von privaten Gärten in „Stein- und Schotterwüsten“ in den Medien ausführlich dargestellt und hinsichtlich der Nachteile für Umwelt und Menschen angeprangert worden. Die SPD-Fraktion befasste sich in der jüngsten Sitzung ausführlich mit dem Thema und stellt eine Anfrage an den Gemeindevorstand.

Aus Sicht der SPD verschwindet mit jeder umgewandelten Grünfläche ein Lebensraum für Insekten und Vögel. Grünflächen und Bäume sind für das Klein- und Mikroklima in Städten und Gemeinden ein wichtiger positiver Faktor. Insbesondere bei solchen Heiß- und Dürre-Sommern wie 2018 erfüllen Bäume als Schattenspender und Grünflächen, die Feuchtigkeit speichern und abgeben, eine wichtige regulative Aufgabe. Kies-, Schotter- und andere steinversiegelte Flächen hingegen speichern tagsüber die Hitze und strahlen diese über lange Zeit nachts ab. Dadurch werden Heißzeiten verstärkt.

Fachleute und Wissenschaftler warnen insbesondere vor dem Hintergrund eines Klimawandels vor der Vernichtung und Umwandlung weiterer Grünflächen und fordern die Städte und Kommunen zum drastischen und schnellen Umsteuern auf. Manche Städte und Gemeinden versuchen diesem negativen Versiegelungs-Trend mit dem Satzungsrecht und Gestaltungsvorschriften zu begegnen, was aber aus Sicht der SPD in Praxis nur schwer umzusetzen und noch schwerer zu überprüfen ist. Positive Handlungen der Städte und Gemeinden hingegen könnten Anregung und Vorbild für Private sein.

Die SPD will, dass die „Versteinerung“ der Gemeinde gestoppt wird und stellte einige diesbezügliche Fragen an den Gemeindevorstand. Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Weber: „Wir möchten wissen, mit welcher Strategie und mit welchen konkreten Maßnahmen der Gemeindevorstand den negativen Trend, der Vernichtung von Grünanlagen und Bäumen in öffentlichen und privaten Bereichen, aktiv gegensteuern will?“

Darüber hinaus fragt die SPD nach den Plänen und Maßnahmen des Gemeindevorstandes mit denen die negativen Auswirkungen des Klimawandels (Hitze, Trockenheit, Starkregen, usw.) auf die Gemeinde Seeheim-Jugenheim und der Bevölkerung gemindert werden könnten.

Weber weißt im Zusammenhang mit der Anfrage darauf hin, dass die Ergebnisse der Prüfungen zum Beschluss der Gemeindevertretung vom 06.09.2018 „Naturvielfalt an Wegerändern verbessern“ noch nicht vorliegen. Auch das sind sinnvolle Maßnahmen um mehr Grün in die Gemeinde zu bringen und Lebensraum für Insekten zu erhalten. Ursprünglich sollten diese Ergebnisse bereits bis Ende 2018 der Gemeindevertretung vorgelegt werden.

Pressemitteilung der SPD-Seeheim-Jugenheim vom 13.04.2019

 
 

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