SPD Seeheim-Jugenheim

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Zweifel an Sanierungskosten

Veröffentlicht am 23.06.2013 in Lokalpolitik
Balkhäuser Tal

Mit gemischten Gefühlen sieht die SPD-Fraktion die vorgesehene Renovierung des gemeindeeigenen Gebäudes “Kühler Grund” im Balkhäuser Tal. Um die rechtliche Verpflichtung der Gemeinde Seeheim-Jugenheim zur Aufnahme von Asylbewerberinnen und Asylbewerbern zu erfüllen, müssen dort umfangreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Zwar sei es zunächst positiv, dass die Gemeinde über ein Gebäude verfüge, in dem - wie schon vor ein paar Jahren - Asylbewerber untergebracht werden können, sagt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Weber. Doch die hierfür vom Bauamt der Gemeinde veranschlagte Kalkulation sei äußerst optimistisch. Das Bauamt rechnet mit Sanierungskosten von rund 368 000 Euro.

Die Mitglieder der Gemeindevertretung besichtigten im Mai das marode Gebäude und waren, so Weber, einigermaßen erschrocken: Schimmelbildung fast im gesamten Gebäude, zum Teil fast Ekel erregender Zustand der Räume und total vergammeltes Mobiliar. Auch sei es zum Beispiel unverständlich, dass die Entrümpelung erst jetzt für den stolzen Preis von 20 000 Euro geschehe. Man frage sich, warum dies in den vergangenen Jahren nicht Zug um Zug über die normale und wesentlich kostengünstigere Sperrmüllabfuhr geschehen sei. “Nach der Besichtigung des Gebäudes haben wir große Zweifel, ob die 368 000 Euro ausreichen”, ist sich die SPD-Fraktion einig. Zwar werde der Betrag im Rahmen eines Finanzierungsmodells vom Kreis ersetzt, indem die Kosten “abgewohnt” werden. Doch darüber hinaus gehende Sanierungskosten und die auf 46 000 Euro geschätzten jährlichen Betriebskosten müssen von der Gemeinde aufgebracht werden.

Die SPD stellt sich eine solide bautechnische Instandsetzung des Gebäudes vor, insbesondere was die Standards für Isolierung, Fenster und Heizung anbetrifft.

Es müsse eine gute Mischung aus Komfortsanierung und Billig-Renovierung gefunden werden. “Eine ganz billige Lösung ist jedoch Unsinn”, argumentiert Wolfgang Weber, “das würde in der Folgezeit die Betriebskosten nur erhöhen.“ Gerade die energetische Sanierung müsse an gültige Standards angeglichen werden.

Die SPD will außerdem, dass rechtzeitig in der Gemeinde die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Asylbewerberinnen und Asylbewerber betreut werden und Hilfe bei der Eingliederung erfahren. Ähnlich wie vor gut 20 Jahren soll sich eine Gruppe Freiwilliger um die Neuankömmlinge kümmern und ihnen den Start beziehungsweise den Aufenthalt erleichtern. Die SPD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag in der Gemeindevertretung gestellt.

Pit Tränklein
Pressesprecher SPD-Fraktion

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